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Sicherheit für Haus und Hof

 
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Urlaubszeit: Sicherheit für Haus und Hof


Rückläufige Zahlen bei Einbruchdiebstählen in Wohnungen und Häusern sollten nicht dazu verleiten, sich in trügerischer Sicherheit zu wiegen. Denn gerade in der Urlaubszeit ist erfahrungsgemäß ein kräftiger Anstieg bei diesen Delikten zu verzeichnen. Grund genug, alle Vorkehrungen zu treffen, um bei der Rückkehr keine bösen Überraschungen zu erleben.

Post quillt aus dem Briefkasten, Werbematerial stapelt sich vor der Tür, Rollläden sind Tag und Nacht geschlossen, der Anrufbeantworter und die Statusmeldung der diversen Kommunikations-Netzwerke wie Facebook oder Twitter vermelden fröhlich den zweiwöchigen Urlaub. Bei dieser Vorgangsweise empfiehlt es sich auch gleich die Türe offen zu lassen, Schmuck und Wertgegenstände gut sichtbar hinzulegen, so vermeidet man zumindest die Verwüstung der Wohnung oder des Hauses.

Schwachstellen beseitigen

Für Diebe ist es besonders wichtig, schnell und ohne großes Aufsehen zu erregen einbrechen zu können. Das bedeutet, dass Schwachstellen wie Eingangs-, Terrassen- und Nebentüren, Fenster und Dachluken sowie Kellerschächte besonders gut gesichert sein müssen. Je mehr Hindernisse, desto eher lässt der Täter von seinem Vorhaben ab. Einbruch hemmende Türen nach Ö-Norm B5338 mit Mehrfachverriegelung und Distanzsperre sowie Schlösser mit Sicherheitszylinder sind empfehlenswert. Leicht erreichbare Fenster sollten so beschaffen sein, dass Rahmen und Glas – am besten Verbundsicherheitsglas –Körpergewalt und Werkzeugen standhalten. Einbruch hemmende Rollläden bieten einen hohen Widerstandswert, sollten aber dennoch nur nachts geschlossen werden, da sonst die Abwesenheit der Bewohner augenfällig wird.

Dachluken und Garagentore sichern

Den Einstieg über Dachluken erschwert man ebenfalls mit Sicherheitsverglasung, auch sollte man Leitern und Aufstiegshilfen nicht im Garten offen liegen lassen. Schlecht gesicherte Garagen stellen geradezu eine Einladung dar, ungesehen ins Wohnhaus zu gelangen. Ein Einbruch hemmendes Garagentor bietet mehr Sicherheit. Alarmanlagen, eine lückenlose Außenbeleuchtung, Bewegungsmelder oder die Vermeidung von unübersichtlicher Bepflanzung direkt beim Haus, wirken abschreckend.

Nachbarschaftshilfe ist gefragt

Nicht nur das Blumen gießen ist wichtig während des Urlaubs, sondern es sollte auch dafür gesorgt werden, dass der Briefkasten regelmäßig geleert und Werbematerial entfernt wird. Dazu sollte der Schlüssel jedoch weder unter der Türmatte noch unter einem Blumenstock deponiert, sondern einem vertrauten Menschen wie etwa dem Nachbarn übergeben werden. Man sollte die hilfreichen Geister auch bitten, Haus oder Wohnung von Zeit zu Zeit bewohnt aussehen zu lassen, indem etwa abends Licht an- und ausgeschaltet wird, Radio oder Fernseher aufgedreht oder Rollläden geschlossen werden. Zeitschaltuhren oder BUS-Haussysteme können diese Aufgaben ebenso übernehmen wie so genannte Haushüter. Nachbarn erkennen allerdings auch eher, ob sich fremde Personen auffällig für Haus oder Wohnung interessieren. In Mehrfamilienhäusern sollte immer darauf geachtet werden, dass der Hauseingang verschlossen ist und beim Anläuten nicht ohne Rückfrage der Türöffner betätigt wird.

Inventarlisten und Wertgegenstände

Grundsätzlich sollte man Inventarlisten über sein Eigentum anlegen. Wer kann schon seine Wertsachen aufzählen, genau beschreiben oder zeichnen, um so den Verlust für Versicherungen zu belegen? Individuelle Geräte-Nummern, markante Merkmale, besondere Ausstattungen, Gravuren und Fotos von Schmuckstücken, Bildern und sonstigen Wertgegenständen sollten mit Kaufpreis und Datum in der Liste verzeichnet werden. Einbrecher suchen Schmuck, Bargeld, Kreditkarten, Münzsammlungen, Handys, Laptops, MP3-Player, Kameras und seit einiger Zeit auch Autoschlüssel (weil neue Wegfahrsperren einen Diebstahl fast unmöglich machen) – also alles, was sich leicht und unauffällig transportieren lässt. Diese Wertsachen sollten in einem Safe oder Bankschließfach untergebracht werden.

 

Was die Bundes- und Landeskriminalämter empfehlen


Einbrecher bevorzugen ruhige Wohngegenden und die oberen, ruhigeren Stockwerke in Mehrfamilienhäusern. Häufig werden Häuser und Wohnungen beobachtet, um die Gewohnheiten auszuspionieren. Täter schlagen meist um die Mittagszeit oder zwischen 17 Uhr und 21 Uhr zu.

Die Exekutive steht gerne für individuelle Beratung zur Verfügung und empfiehlt, grundsätzlich folgende Maßnahmen zur Sicherung des Eigentums zu ergreifen:

  • Anlegen von Eigentums- und Inventarlisten, mit Geräte-Nummern und Fotos von Wertgegenständen
  • Haus- und Autoschlüssel in ein Schlüsseldepot oder einer Vertrauensperson übergeben
  • Verwahrung von Geld und Schmuck in einem Banksafe
  • Keine Urlaubsinfo über Anrufbeantworter, Facebook, Twitter etc.
  • Sparbuch und Losungswort getrennt aufbewahren
  • Zeitschaltuhren in den Abendstunden verwenden
  • Terrassentüren durch Einbruch hemmende Rollbalken oder Scherengitter sichern
  • Lückenlose Außenbeleuchtung inklusive Kellerabgänge und Bewegungsmelder
  • Außensteckdosen von innen abschaltbar
  • Hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen lassen
  • Haus oder Wohnung sollten bewohnt erscheinen
  • Briefkasten leeren und Werbematerial entfernen lassen
  • Fenster und alle Türen schließen, Fenster auch nicht kippen
  • Unübersichtliche Bepflanzung direkt am Haus vermeiden
  • Leitern, Kisten etc. entfernen
 

Hilfreiche Links:


www.bmi.gv.at/cms/bk/praevention – Bundesministerium für Inneres mit Tipps für Einbruchssicherung
Prävention in den Landeskriminalämtern – Individuelle Sicherheitsberatung für Haus und Wohnung

 


 

Service


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