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#PlacesToBe 2020: Jupiter, Florida

Dass die Menschheit plant zum Mars zu fliegen ist bekannt, ich fliege Richtung Jupiter...

Lukas Charwat auch bekannt als Chaluk ist ein Multimediakünstler, der bereits unzählige Awards für seine Fotografien gewonnen hat und bekannter Reiseblogger aus Österreich. In seinem Reisebericht, den er dankenswerter Weise für unsere Leser zur Verfügung stellt, teilt er die Erfahrungen, die er auf seiner unvergesslichen Reise nach Jupiter gemacht hat. Ins Weltall ist er zwar nicht geflogen, aber er verrät uns, was es in dem Örtchen in Florida Tolles zu entdecken gibt.

Florida - JUPITER
Ich fliege Richtung Jupiter. Dass die Menschheit plant zum Mars zu fliegen, ist bekannt, ich bin aber tatsächlich schon am Weg Richtung Jupiter – in Florida. In Miami geht‘s durch die Immigration, die seit Neuestem, dank elektronischer und nicht mehr per Hand auszufüllender blauer Einreisedokumente, wesentlich zügiger und unkomplizierter erfolgt. Unglaublich, bereits nach 32 Minuten stehe ich beim „Rental Car Service“ und sitze endlich in einem äußerst bequemen und geräumigen SUV. Ungefähr zwei Stunden später, inkl. Stopp bei Starbucks – sorry, ein Kaffee muss sein – komme ich endlich an.

Still und heimlich
Große Resorts oder Hotels sucht man in Jupiter vergeblich. Vielmehr ist es ein ruhiges Örtchen mit großem Hafen, einem tollen Einkaufszentrum, vielen Hochseeanglerbooten und Fisch-Restaurants. Der floridanische Flair bleibt aber dennoch. Fischen dürfte hier Nationalsport sein, so scheint es zumindest auf den ersten Blick. Ein Schiff im Hafen sticht aufgrund der Bemalung besonders hervor. Am Bug prangt nämlich ein Haimaul. „Na das müssen ziemliche Freaks sein!“, denke ich spontan. Allerdings ist in Jupiter neben Angeln der Tauchsport sehr beliebt. Sichtungen von Großfischen sind bis ans Ufer möglich, wobei mit Ufer 100 Meter vor dem Strand gemeint ist!
Eine Tauchbasis fungiert hier etwas anders als üblich: Man mietet sich eine Pressluftflasche, chartert entweder ein Boot oder geht an Bord der im Ort bekannten „Emerald Charters“. Jeder kennt hier Josh, nur ich nicht. Wer bitte ist Josh?

Leave your finger on the camera
Mit drei Pressluftflaschen pro Person geht es also am nächsten Tag Richtung Hafen, wo mir wieder das Schiff mit dem großen Haimaul ins Auge sticht. Seltsam, denn heute ist es mit vielen Pressluftflaschen und einem jungen Skipper mit langen blonden Haaren bestückt. Tja, was soll ich sagen: Genau dieses Boot ist die „Emerald Charters“ und somit unser Tauchboot. In mir kommt Nervosität auf, denn bis dato kannte ich nur Geschichten über das Erlebnis in Jupiter mit Josh, dem jungen Skipper mit den langen blonden Haaren. Während ich mich dem Equipment widme, macht sich Josh an einen frischen Thunfisch, den er in kleine Stücke in einer Box verarbeitet. Mittagessen? Nicht für mich ... Als das Boot dann plötzlich im Nirgendwo stoppt, heißt es auch gleich: „Okay ready for the Silkys“ und die Box verabschiedet sich sogleich in die Tiefen des Meeres. Und ich wusste, für wen der feine Lunch gedacht ist. Ich springe der Box hinterher mit dem Finger am Auslöseknopf meiner Unterwasserkamera. Und das ist gut so, denn den ersten Tauchgang mit mehr als 20 ausgewachsenen Seidenhaien zu genießen, ist mehrere 100 Fotos wert – ein Selfie inklusive. Nach mehr als einer Stunde Unterwasser „Rock‘n‘Roll“ ist der Tauchgang vorbei und ich verlasse das Wasser. Auch der nächste Tauchgang ist nicht minder spektakulär, diesmal bin ich von etlichen Zitronenhaien und einigen Bullenhaien eingekreist. Mit dem Futterkorb lockt Josh die Haie an, füttert sie und ja, sie sind zutraulich. Ob das nun gut oder schlecht ist, was man hier tut, darüber kann man diskutieren, es hat aber einen ganz besonderen Hintergrund: In Florida wird wie bereits geschrieben viel gefischt, was für die Haie nicht von Vorteil ist! Viele Fischer haben Angst vor Haien und lassen daher die Häken in ihrem Maul. Und so mancher Hai hat nicht nur einen Haken als Begleiter …

National Geographic & more
Mittlerweile sind viele große Magazine auf das Schiff und den Guide mit den langen blonden Haaren aufmerksam geworden. „Josh The Shark Guy“ ist ein Pionier für den Tierschutz und die meisten, die den Hintergrund nicht kennen, werden ihn verteufeln oder einfach nur denken: „Are You Nuts?“. Aber was der „Tauchfreak“ tut, hilft den Tieren und gewährleistet deren Überleben. Nur durch den Tauchtourismus ist es möglich, dies zu finanzieren. Tauchgänge mit Josh sind nichts für Anfänger oder schwache Nerven. Es sind Strömungstauchgänge im Blauwasser mit unzähligen Haien. Seidenhaie, Zitronenhaie, Bullenhaie, Tigerhaie, Hammerhaie und mitunter auch Weiße Haie kommen auf Tuchfühlung. Viele der Tiere haben aber eben Häken im Maul, die zu Entzündungen und letztlich zum Tod der Tiere führen. Ein einfacher Trick hilft: Man dreht den Hai auf den Rücken, das Tier fällt in eine Art Trance und der Haken kann entfernt werden. Spannend ist die Reaktion der Tiere. Kein einziger Hai reagiert aggressiv oder angriffslustig. Es scheint, als würde sich jeder mit einem Flossenschlag bedanken. Ich absolvierte insgesamt sieben Tauchgänge mit unzähligen Haien aller Art, alle unfallfrei und alle auf Tuchfühlung. Emerald Charters in Jupiter ist ein Diamant im Tauchtourismus und definitiv ein Geheimtipp. Mit einem Aufenthalt erlebt man nicht nur Einzigartiges, sondern hilft auch dem Überleben vieler Haiarten.

Nähere Informationen unter: www.chaluk.com
Bei Fragen bitte ein Mail an office@chaluk.com