ReiseMagazin

Skiunfälle? Das sagt der Experte

Skiunfälle? Das sagt der Experte

Winterzeit = Skifahrzeit! Für Freunde des Wintersports in Österreich ist es eine langjährige Tradition über die Weihnachtsfeiertage in den Skiurlaub zu reisen. Wichtig: Kondition und entsprechende körperliche Gesundheit. Primar Dr. Manfred Mittermair, Leiter Abteilung für Unfallchirurgie & Sporttraumatologie, Kardinal Schwarzenberg'sches Krankenhaus in Schwarzach im Pongau ist beinahe täglich mit Sportunfällen konfrontiert und hat unter Anderem den Ex-Skirennläufer Armin Assinger erfolgreich an der Achillessehne sowie am Knie operiert. Er verrät uns in einem Interview, wie man sich am besten auf die bevorstehende Skisaison vorbereiten soll, damit der Spaß statt auf der Piste nicht im Krankenhaus landet.

Auch wenn das Wetter derzeit noch nicht mitspielt: Die Skisaison steht vor der Tür. Wie bereitet man sich am besten auf einen Skiurlaub vor?
Primar Dr. Mittermair: „Es ist empfehlenswert, spätestens 4 bis 6 Wochen vor Urlaubsantritt mit einem gezielten Aufbautraining, wie etwa Skigymnastik, anzufangen. Dabei trainiert man vor allem jene Muskelgruppen, die beim Skifahren besonders beansprucht werden. Skigymnastik kann schon mit wenig Zeitaufwand problemlos zuhause und ohne Trainingsgeräte durchgeführt werden. Wichtig ist auch das Überprüfen des Materials, vor allem der Skibindung – hier empfiehlt sich ein professioneller Check im Sportartikelfachgeschäft.“

Sie haben in Ihrer Klinik viel Erfahrung mit Sportunfällen: Welche sind die häufigsten? Welche Gefahren sind generell mit dem Wintersport verbunden?
Primar Dr. Mittermair: „Gemessen an der Zahl der Skifahrer und der gefahrenen Zeit und Pistenkilometer kommt es zu verhältnismäßig wenigen Skiunfällen mit Verletzungsfolge. Wenn, dann handelt es sich meist um Knie- oder Schulterverletzungen oder Unterschenkelbrüche. Schädel-Hirn-Traumata kommen heute, Dank der von der überwiegenden Mehrheit der Skifahrer getragenen Skihelme, erfreulicherweise deutlich weniger oft vor. Die wesentlichen Ursachen für Skiunfälle sind mangelnde Fitness, Selbstüberschätzung und mangelnde Rücksichtnahme auf der Piste.“

Wir haben gelesen, Männer und Frauen fallen beim Sturz anders: Sollten Frauen und Männer unterschiedlich trainieren?
Primar Dr. Mittermair: „Wir im Krankenhaus Schwarzach beobachten im Großen und Ganzen keine wesentlichen Unterschiede bei den Verletzungsmustern von Frauen und Männern. Die Ausnahme sind Hochrasanzverletzungen – also Verletzungen durch Stürze mit hoher Geschwindigkeit. Diese treten häufiger bei Männern auf, was den Schluss zulässt, dass Frauen vorsichtiger bzw. mit geringerer Risikobereitschaft Ski fahren. Tatsache ist, dass Frauen häufiger an Osteoporose leiden als Männer und dass die Osteoporosehäufigkeit und damit das Risiko von Knochenbrüchen mit dem Alter steigt. Das heißt aber nicht, dass ältere Frauen generell auf Skifahren verzichten sollen. Auch hier gilt: gute Vorbereitung ist das Um und Auf. Dynamische Knochenbelastung, wie sie bei Sportarten wie dem Skifahren gegeben ist, kann sogar vorbeugend gegen Osteoporose wirken.“

Krankenhaus Schwarzach

Krankenhaus Schwarzach
Mit mehr als 500 Betten, 13 Primariaten sowie 21 Stationen und Ambulanzen stellt das Kardinal Schwarzenberg’sche Krankenhaus in Schwarzach als zweitgrößtes Krankenhaus im Bundesland die medizinische Versorgung im Süden Salzburgs auf höchstem Niveau sicher. Das in der Tradition der Barmherzigen Schwestern geführte, einzige Schwerpunktkrankenhaus Salzburgs steht neben seinem medizinischen Leistungsspektrum besonders auch für zuwendungs- und würdevolle Pflege seiner jährlich rund 30.000 stationär und 70.000 ambulant behandelten Patienten. Das Krankenhaus Schwarzach ist Arbeitgeber für mehr als 1.350 Mitarbeiter.

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