Reisetipps

Medizinische Versorgung in Rio de Janeiro

Med. Direktor Dr. Matthias Karrer, Chefarzt der Einsatzzentrale der Europäischen Reiseversicherung zur medizinischen Versorgung in Rio:

"Ich würde in Rio auf alle Fälle empfehlen ein privates Krankenhaus aufzusuchen und keinesfalls ein öffentliches. Die medizinische Versorgung in öffentlichen Krankenhäusern ist nicht ausreichend, die Wartezeiten sehr lange, die Hygienemaßnahmen schlecht und die Bürokratie sehr schwierig. Öffentliche Spitäler verlangen trotz allem meist eine Vorauskasse und kooperieren meistens auch nicht mit unserem Korrespondenten. Die Versorgung in privaten Spitälern entspricht auch nicht immer dem westlichen Standard, bietet aber auf alle Fälle eine ausreichend medizinische (Erst-)Versorgung. In Ländern wie Brasilien gibt es meist keinen Dolmetscher für ausländische Patienten, das heißt mit einer sprachlichen Barriere muss man auf alle Fälle rechnen, sofern man nicht von jemanden begleitet wird, der portugiesisch spricht. Bei schwerwiegenden Erkrankungen oder Unfällen würden wir dringend raten, sich mit uns in Verbindung zu setzen, um einen unserer Ärzte die medizinische Lage bewerten und einschätzen zu lassen. Mit einer Reiseversicherung von der Europäischen Reiseversicherung haben Sie den Vorteil einen unserer Ärzte zu konsultieren, der portugiesisch spricht  und bereits Erfahrung mit der med. Versorgung in Brasilien hat ."

 

Zika-Virus
Das Zika-Virus wird über die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti), die in den Tropen und Subtropen beheimatet ist, übertragen. Es wird vermutet, dass auch die schon in Europa gefundene Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ein potenzieller Überträger ist. Eine direkte Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus ist auch durch sexuellen Kontakt möglich. Zika-Virus–RNA wurde inzwischen in Blut, Urin, Speichel, Samenflüssigkeit und Muttermilch nachgewiesen. Es gibt allerdings bisher keine dokumentierten Übertragungen von Zika-Virus über Speichel, Urin und Muttermilch.

Symptome: Die Krankheit geht mit Fieber begleitet von Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Entzündung der Augenbindehaut und Erbrechen einher. Die Akutsymptome treten drei bis zwölf Tage nach einem infektiösen Mückenstich auf und halten bis zu einer Woche an. Die Mehrheit der infizierten Menschen (bis zu 80%) zeigen jedoch keine Symptome.

Empfehlungen für Reisende in betroffene Gebiete

  • Informieren Sie sich vor Reiseantritt in Ländern, in denen das Zika-Virus lokal übertragen wird, über den aktuellen Stand der Infektionen mit dem Virus. Eine Liste der in den vergangenen neun Monaten betroffenen Gebiete ist auf der Website des Europäischen Zentrums für Seuchenprävention (ECDC) abrufbar: Countries with local Zika transmission. --> Brasilien ist eines der hauptsächlich betroffenen Länder.
  • Schützen Sie sich mit folgenden Maßnahmen in geschlossenen Räumen und im Freien vor Stechmücken den gesamten Tag lang, vor allem aber während der Morgen- und Abenddämmerung, wenn die Tiere am aktivsten sind:

    • Verwenden Sie Insektenschutzmittel entsprechend den Anweisungen auf dem Etikett (Sonnenschutz vor Mückenschutz auftragen und entsprechend einwirken lassen).
    • Tragen Sie langärmlige Hemden und lange Hosen, vor allem zu der Tageszeit, in der Stechmücken am aktivsten sind (Imprägnieren Sie Ihre Kleidung mit Permethrin).
    • Schlafen oder ruhen Sie in abgeschirmten oder klimatisierten Räumen bzw. unter einem Moskitonetz, auch tagsüber.

  • Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Reisen in die aktuell betroffenen Länder und Gebiete momentan vermeiden oder aufschieben. Auf jeden Fall sollten Sie die Situation vor Reiseantritt mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt abklären und im Falle eines Reiseantritts Präventionsmaßnahmen strikt einhalten.
  • Wenn Sie an einer schweren chronischen Krankheit bzw. Immunstörung leiden, lassen Sie sich hierfür von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder von einer reisemedizinischen Einrichtung vor allem hinsichtlich Präventionsmaßnahmen beraten.
  • Das Risiko einer sexuellen Übertragung von einer erkrankten Person kann durch die Verwendung eines Kondoms reduziert werden.
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Empfehlungen für Rückkehrende aus den betroffenen Gebieten

  • Schwangere, die in Gebieten unterwegs waren, in denen das Zika-Virus übertragen wird, sollten ihre Frauenärztin oder ihren Frauenarzt darauf hinweisen, bei den Schwangerschaftsuntersuchungen auf eine mögliche Infektion zu achten.
  • Zum Schutz vor einer eventuellen Zika-Virus-Übertragung auf den Fötus sollten männliche Reiserückkehrer beim Geschlechtsverkehr mit Frauen Kondome verwenden, wenn diese schwanger werden könnten oder bereits schwanger sind.
  • Die WHO empfiehlt derzeit außerdem männlichen Reiserückkehrern beim Geschlechtsverkehr für mindestens 8 Wochen ein Kondom zu verwenden, bei durchgemachter symptomatischer Infektion für mindestens 6 Monate. Alternativ kann auch mittels Labordiagnostik eine Infektion festgestellt bzw. ausgeschlossen werden.
  • Reisende, die innerhalb von zwei Wochen nach der Rückkehr aus einem betroffenen Gebiet Symptome entwickeln, die auf eine Infektion mit dem Zika-Virus hindeuten, sollten eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen und auf die Reise hinweisen.

Die WHO hat im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2016 das durch den Zika-Virus verursachte Risiko untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Ausführung der Wettbewerbe unbedenklich ist.

Informationen zur passenden Reiseapotheke und den notwendigen Impfungen finden Sie hier.

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